BRAVO. "Cheering for Clash at the first punk rock show in Germany." BRAVO (German), no. 42, 6 Oct. 1977, pp. 38, 29.

Cheering for Clash at the first punk rock show in Germany

— Report on BRAVO Disco in Mainz, headlined by The Clash's first performance in Germany after being uninvited from Bremer Musikladen.

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BRAVO magazine

Nr 42 - 6. Okt. 1977 - DM

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Jubel um flash bei der ersten Punkrock Show in Deutschland

Umgebung von Mainz, 11, 13 und 15 Jahre alt. Sie tanzten und sangen so perfekt, daß sich sofort nach ihrem Auftritt ein Schall¬ plattenproduzent bei ihnen meldete und ih¬ nen einen Vertrag anbot. Auch der BRAVO- „iunge des Jahres 77“, Frank Seehofer, war nach Mainz gekommen - er brachte noch mal seine Bay-City-Roilers-Show, mit der er bei der Teen-Wahl in Berlin Sieger geworden war.

Dann betrat als erster Sfargast Elke Best die Bühne. Sie brachte ihre neuesten Hits, mit ihrem anspruchsvollen „Ich bin nicht Lisa", konnte sie sich allerdings beim Publikum nicht voll durchsetzen.

Ganz anders dagegen Frank Zander - er hatte seine Fans von der ersten bis zur letzten Minute seines Auftritts voll im Griff und zeigte mit seinem vielseitigen Auftritt, daß er zur absoluten Spitzenklasse gehört.

Und dann wurde es spannend: Die Bühne wurde umgebaut für den ersten Auf¬ tritt einer waschechten Punk-Band in Deutschland. Erst vor kurzem war sie vom Bremer Musikladen „ausgeladen" worden, weil sie live spielen wollte - auf der BRAVO-DISCO bekamen sie jetzt die Gele¬ genheit dazu: Clash entwickelten einen wahren Sound-Orkan. An der Reaktion des Publikums war ganz klar abzulesen - Punk wird sich auch bei den Rock-Fans in Deutschland durchsetzen.

In der folgenden „Verschnaufpause“ verloste Sandro nun 5 Bausparverträge mit je 100 Mark Einlage - gestiftet von der Landesbausparkasse, die auch bereits im Foyer viele Preise unter die BRAVO-Leser gebracht hatte.

Und dann kam der absolute Höhepunkt des Tages: Rosetta Stone! Sie hatten Pa߬ schwierigkeiten und nicht komplett anrei- sen können. Deshalb kamen nur lan Mit¬ chell und Damian McKee. Aber die beiden allein brachten die Rosetta-Stone-Fans, die immer wieder während des Programms nach ihnen gerufen hatten, zum Ausflip- pen. Sandro spielte ihre Platte „Sunshine of your Love“, und lan und Damian stürz¬ ten sich mutig in den „Wald“ von Händen, der sich ihnen entgegenstreckte, lan war richtig fassungslos: „So eine Begeisterung hafte ich nicht erwartet.“

Spontan setzte er sich nach seinem Auf¬ tritt mit Damian in die Garderobe und schrieb Hunderte von Autogrammen, die die beiden dann vom Fenster aus auf die Straße regnen ließen.

Währenddessen ging in der Halle noch eine Überraschung über die Bühne - die Bellamy Brothers hatten ihre Heimreise nach Kalifornien um ein paar Tage verscho¬ ben, um in Mainz dabeizusein. Mit „Let your Love flow“ und „Bound to explode“ schickten sie die BRAVO-Leser auf den Heimweg.

Am 19. Oktober steigt schon die nächste DISCOlive in Nürnberg...!



Die vier Punk-Rocker Joe Strummer, Paul Simonon,Nicky Headon und Mick Jones verzichteten auf ausge¬ flippte Klamotten. Sie wollten auf der BRAVQ-DISCO- Live nur mit ihrer Musik überzeugen. Das gelang ihnen mit rasiermesserscharfen Songs wie „City of the Dead“ völlig


Für seine Ulk-Nummer „Oh, Susi" holte sichk Zander diese pfiffige BRAVO-Leserin als Partnerin auf die Bühne


Elke Best sang ihre neuesten Lieder, z B.,,Ich bin nicht Lisa"

David und Howard Bellamy kamen als unangekündigte Überraschungsgäste. Vor allem ihr neuer Song,Bound to explode" schlug riesig ein


Durch BRAVO eine Chance: So schlugen die Amateurbands ein

Bei jeder DISCO bekommen ab sofort Sän¬ ger und Gruppen, die noch nicht den Start ins Showgeschäft geschafft haben, die Möglichkeit, sich vor großem Publikum zu präsentieren. In Mainz waren dabei:

BRAVO-Junge des Jahres“ Frank Seehofer bei seiner Rollers-Show

„3 A“ nennt sich diese Mädchengruppe. Anke (13), Andrea (15) und Annette (11) brachten eine profimäßige Disco-Show und eine großartige Gesangsbegabung bei ihrem ersten öffent¬ lichen Auftritt. Wenn alles klappt, werden sie bald unter Vertrag genommen

Preams aus Wiesbaden. Sie schafften unter 18 Bewerbern den ersten Platz. Entscheidend dafür war ihr eigener Heavy-Rock-Stil und ihre guten Kompositionen

Fotos: W. Heilemann


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