BRAVO. "The Clash, the four nobody wants." BRAVO (German), no. 41, 29 Sept. 1977, pp. 54-55.

The Clash, the four nobody wants

— A feature on The Clash detailing their chaotic lifestyle, rehearsing in a condemned building on Camden High Street and punk violence.

— New drummer Nicky Headon replacing Tory Crimes, and recounts incidents of on-stage violence, including a festival in Belgium where they were pelted with stones and cans, costly hotel carpet incident in Birmingham that inspired the song The Prisoner, and internal band friction, notably with guitarist Mick Jones

— Their appearance on the German TV show "Musikladen" is also referenced as an example of the rejection they frequently faced.

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BRAVO magazine  |  #41 29.Sept.1977  |   Cover & Index


BRAVO magazine

Nr. 41 29. Sept. 1977

DM 1,20 bei Hauslieferung zuzügl. Zustellgebühr 65 10,- Lire 600 -0.36 C-skr 3,75 incl. moms Ptas 70, str 1,70-Printed in Germany C 1917 CX



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INHALT

MUSIK

Clash, die vier, die niemand will



BRAVO magazine  |  #41 29.Sept.1977  |   Page 54 & Page 55


Joe Strummer

singt, spielt Gitarre und Geige, komponiert Songs. Geboren am 25. 12. 1956 in Istanbul

Paul Simonon

ist der Verrückteste bei Clash.Der Bassist wurde füll 15. Dezember,1956 in Brixton geboren

Nicky Headon

kam als Schlagzeuger erst vor drei Monaten. Geboren wurde er am 30. Mai 1957 in Bromley

Mick Jones

ist der Gitarrist und Sänger. Geboren wurde er am 26. Juni 1955 im Londoner Stadtteil Clapham


An der Hauswand ein Schild: „Vorsicht! Gefahr Lockere Dachplatten!" An der Ein-gangstür mit roter Farbe die Warnung: „Betreten auf ei-gene Gefahr!" Im Keller hängt eine Tür mit einem großen Vorhängeschloß windschief in den Angeln. Innen brennen zwei nackte Glühbirnen. So also sieht der Übungsraum einer der bekanntesten Londoner Punkbands aus, die inzwischen auch in Deutschland ein Begriff geworden ist. Clash proben in einem baufälligen Haus in der Camden High Street, das bald abgerissen werden soll.

„Wir dürften hier eigentlich nicht hausen. Aber wir brauchen keine Miete zu zahlen, denn das können wir uns im Augenblick nicht leisten“, meint Bassist Paul Simonon. Aber zur Verwunderung der Besucher ist die Bruchbude mit einem roten Teppich ausgelegt. Warum dies?

„Das Ding hat uns fast 4000 Mark und drei Nächte im Gefängnis gekostet - vor vier Monaten in Birmingham", stöhnt Simonon. „Die Matte lag vorher im Royal Angus Hotel. Angeblich sollen wir Zigarettenkippen darauf ausgetreten und ihn zerstört haben. Als wir ab- reisen wollten, präsentierte uns der Hotelmanager die Rechnung. Wir konnten natürlich nicht zahlen. Die Polizei wurde alarmiert. Erst als unsere Plattenfirma eine Kaution stellte, durften wir wieder fahren Jetzt haben wir ihn hier als Trophäe. Wenn du willst, kannst du uns was von dem Zeug abkaufen. In- der Ecke steht noch eine ganze Rolle", lacht PauL.

Der Ausflug nach Birmingham kostete Clash nicht nur den Teppich, sondern auch einen Mann: Tory Crimes stieg nach der Rückkehr aus der Gruppe aus. „Ihm wurde der Wirbel, der ständig bei uns herrscht, zuviel", erzählt Gitarrist Joe Strummer. Torys Nachfolger wurde Nicky Headon. Seit drei Monaten trommelt er bei Clash. Aber auch er machte schon seine ersten schmerzlichen Erfahrungen.

„Es war in Belgien bei einem Open-Air- Festival. Wir spielten uns die Seele aus dem Leib, aber das Publikum saß da wie ejn Wachsfigurenkabinett. Joe sprang mit seiner Gitarre von der Bühne, rannte ins Publikum, wollte die Leute anmachen. Aber die begannen plötzlich mit Cola-Dosen nach ihm zu zielen. Andere nahmen Steine. Ich wurde von einem am Hals getroffen. Gitarrist Mick Jones wurde am Bein verletzt. Aber wir hielten durch. Wer uns von der Bühne jagen will, muß schon härtere Geschütze äuffahren."

Allerdings sind Clash nicht immer ganz un schuldig am Arger. „Es stimmt schon: Uns macht es Spaß, wenn sich andere Leute über uns aufregen. Nicht umsonst haben wir uns den Namen Clash (Zusammenstoß) gegeben. Auch innerhalb der Gruppe gibt es gelegentlich Saures. Vor allem mit Mick Jones. Er sagt grundsätzlich zu jedem erst einmal nein und macht es dann doch“, erzählt Joe Strummer.

„Aber damit kann er uns nicht mehr ärgern“, T sagt Nicky. „Manchmal stellt er sich dadurch ' auch selbst ein Bein. In der letzten Woche muß- ~ terv wir nach Brighton. Alle waren pünktlich, außer Mick. Da sind wir losgefahren, und er mußte trampen."

„Das war auch mein Glück. Ihr durftet euch bei der Reparatur des Bandbusses unterwegs die Hände schmutzig machen, während ich gemütlich und eine Stunde vor euch in Brighton ankam", erwidert Mick. Aber für Clash kommen diese ganzen Erlebnisse gelegen. „Wir machen einfach Songs daraus. ,The Prisoner' berichtet über unsere Erlebnisse in Birmingham. Außerdem wird uns dann nie langweilig. Dafür lohnt es sich auch schon, das alles mitzumachen."



überall, wo sie auftreten, stoßen sie auf Ablehnung. So war es auch im TV-„Musikladen"


„Noise“ (Krach) steht auf Joe Strummers Gitarre
Joe Strummer sammelt Gitarren



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